Wollen wir wirklich, dass alles wieder 'normal' wird?

Wir alle wussten es, haben geahnt, dass es nicht endlos so weitergehen konnte:

  • das Wachstumsparadigma angesichts begrenzter Ressourcen,
  • das dramatische Artensterben bei Pflanzen und Tieren, vor allem den Kleinlebewesen, die für unsere gesunde Ernährung so wichtig sind,
  • die Erderwärmung und Ausbeutung der Natur, 'Klimawandel' genannt,
  • das exponenzielle Wachstum der Erdbevölkerung,
  • die Verdrängung der Natur durch uns Menschen,
  • der ungebremste Flächenverbrauch,
  • die Verschmutzung der Weltmeere durch unseren Wohlstandsmüll,
  • die weltweite Überproduktion bei gleichzeitiger Verarmung ganzer Nationen,
  • die Zunahme des Luftverkehrs,
  • die Belastung der Menschen bei uns, Stichwort 'Burn Out',

Wie gesagt: Wir ahnten, dass es so nicht weitergehen könne! Aber nur wenige Mutige trauten sich, die unangenehmen Wahrheiten auszusprechen: Vester, Dörner, Malik, Obama, Mandela, von Weizsäcker… Doch sie wurden entweder nicht gehört oder mundtot gelächelt. Und niemand hatte eine Lösung für die wichtigen Probleme, ohne sofort Interessengruppen und Lobbies gegen sich aufzubringen, weil niemand wirklich zu Verzicht und grundlegender Verhaltensänderung bereit war.
Jetzt sorgt ein mikroskopisch kleines Virus dafür, dass wir zum Wandel gezwungen werden. Noch sind nur Minderheiten zu grundlegender Verhaltensänderung bereit. Und solange die Mehrheit nicht bereit ist, wird das Virus weiter wüten und Verwandtschaft produzieren.

Was ich nicht verstehe: Warum wünschen sich so viele, dass es wieder zu werde wie vor Corona? Also wieder unbegrenztes Wachstum, Artensterben, Naturzerstörung, Vermüllung der Meere? Lieber selbst auf die Bäume steigen und Blüten mit Pinseln bestäuben als endlich aufzuhören mit dem lebensfeindlichen Pestiziden, Fungiziden und Pflanzengiften, die auch noch verdummenderweise 'Pflanzenschutzmittel' genannt werden?
Wann begreifen wir endlich, dass es keine 'Unkräuter' gibt, die wir bekämpfen müssten? Sondern nur Kräuter, die z.T. unsere Pläne = Wachstumsziele und unsere Wirtschaftlichkeit stören? Weil sie leben und sich entfalten wollen wie wir Menschen! Weil sie für unsere Ernährung unverzichtbar sind, wohingegen wir Menschen für die Natur durchaus verzichtbar wären!

Was wir Menschen und der herrliche Planet auf dem wir leben dürfen endlich brauchen, ist ein grundlegender Wandel unseres Wohlstandsdenkens und Anspruchsverhaltens zu Lasten anderer Lebewesen. Rücksicht auf die Ärmeren und Schwächeren, anstelle permanenter Wohlstandsmehrung zu Lasten derer, die schon benachteiligt genug sind.

Lassen Sie uns mutiger werden und tun, wovon wir wissen, dass es getan werden muss!
Wir brauchen neue, den Planenten und unsere Ressourcen schonende Lebensmodelle!
Eine andere Art des Wirtschaftens! Ökologie als 'die Lehre von der Logik wirtschaftlichen Verhaltens'.

Wozu sonst hat uns die Natur (Gott) einen Verstand gegeben?
Wir Menschen halten uns für intelligente Wesen.
Wie aber ist Intelligenz definiert? Das Wort stammt (so mein Lateinlehrer) aus dem Lateinischen und bedeutet: 'hinein sehen, in die Dinge sehen - Zusammenhänge erkennen und verstehen'.

Verhalten wir uns doch auch so!

Tags: Blitzlicht Unternehmensberatung

Gunter Steidinger Unternehmensberatung / StrategieCentrum Schwarzwald-Bodensee

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